Beiersdorf meldet starkes erstes Halbjahr, erwartet weiteren Gegenwind für 2022 – WWD

Beiersdorf meldet starkes erstes Halbjahr, erwartet weiteren Gegenwind für 2022 – WWD

Paris – Die Beiersdorf AG verzeichnete ein starkes zweites Quartal und erstes Halbjahr und bestätigte die Prognose für das Gesamtjahr 2022, erwartet jedoch zusätzlichen Gegenwind.

Der Hersteller von Nivea-, La Prairie- und Tesa-Produkten meldete am Donnerstag einen Umsatz von 4,48 Milliarden Euro im ersten Halbjahr, ein Plus von 15,5 Prozent in ausgewiesenen Zahlen und 10,5 Prozent auf vergleichbarer Basis. Die bereinigte operative Marge des in Hamburg ansässigen Unternehmens belief sich auf 15,9 Prozent.

Die Ergebnisse übertrafen die Erwartungen der Finanzwelt.

„Das implizite organische Umsatzwachstum im zweiten Quartal betrug 10,7 Prozent, verglichen mit dem sichtbaren Alpha-Konsens von 5,6 Prozent (Jeffries 5,5 Prozent)“, sagte Molly Wylzenk, Aktienanalystin bei Jeffries, in einer Research Note.

„Das dreijährige Wachstums-CAGR stieg erheblich auf 5,2 Prozent“, schrieb Bruno Monteyne, Senior Analyst bei der Bernstein AG. „Das organische Wachstum war gleichmäßig auf die Sparten Verbraucher und Klebstoffe (Tesa) verteilt, mit gutem Wachstum bei den wichtigsten Verbrauchermarken trotz Gegenwind (Lockdowns in China wirkten sich auf die Verkäufe von La Prairie aus).“

Der Umsatz der Consumer-Sparte stieg nominal um 17,3 Prozent und organisch um 11,7 Prozent auf 3,64 Milliarden Euro. Der Umsatz der Tesa-Filiale stieg nominal um 8,4 Prozent und organisch um 5,4 Prozent auf 838 Millionen Euro. Beiersdorf stellte fest, dass alle geografischen Regionen zur Performance beitrugen, wobei insbesondere in Amerika, wo die Dynamik der vorangegangenen Quartale anhielt, ein deutliches Wachstum erzielt wurde.

Der Umsatz mit Nivea-Produkten stieg in den sechs Monaten zum 30. Juni organisch um 11,2 Prozent. Laut Beiersdorf erzielte Nivea sowohl im ersten als auch im zweiten Quartal „ausgezeichnete“ Ergebnisse rund um den Globus und für sein gesamtes Produktportfolio, sowohl in der Hautpflege als auch in der Körperpflege . Die Kategorien Sonnen-, Lippen-, Gesichts- und Körperpflege trieben das Hautpflegesegment der Marke voran, während Deodorants und Duschgele die Körperpflegekategorie stärkten.

„Zu dieser starken Verkaufsleistung trugen auch deutliche Marktanteilsgewinne in den meisten Kategorien bei“, sagte Beiersdorf. „Das Wachstum im Online-Geschäft übertraf erneut das Wachstum im stationären Handel.“

Die Derma-Marken der Gruppe, Eucerin und Aquaphor, verzeichneten in praktisch allen Regionen ein organisches Umsatzwachstum von 26,6 Prozent, mit starken Marktanteils- und Umsatzzuwächsen in reifen Märkten wie den USA und Deutschland sowie in aufstrebenden Märkten wie Lateinamerika.

Die Prestige-Hautpflegemarke La Prairie verzeichnete ein organisches Umsatzwachstum von 1,8 Prozent.

„Im zweiten Quartal war die Luxusmarke zunächst von COVID-Beschränkungen und Lockdowns in ihrem Kernmarkt China betroffen“, sagte Beiersdorf. „Allerdings erholte sich La Prairie, als die Beschränkungen dort gelockert wurden, und erzielte bereits seit Juni sehr gute Wachstumsraten.“

In Nordamerika stieg der Umsatz von La Prairie im ersten Halbjahr 2022 laut Beiersdorf um starke zweistellige Prozentsätze.

Insgesamt seien die positiven Auswirkungen des starken Umsatzwachstums in allen Regionen auf die EBIT-Marge teilweise durch höhere Rohstoff- und Transportkosten aufgehoben worden.

„In einem zunehmend herausfordernden Umfeld hat Beiersdorf seit Jahresbeginn eine starke Dynamik in das zweite Quartal getragen und ein zweistelliges Umsatzwachstum auf Konzernebene erzielt“, sagte Vincent Warnery, Vorstandsvorsitzender der Beiersdorf AG, in einer Erklärung. „Auch unsere Profitabilität konnten wir deutlich verbessern. In der zweiten Jahreshälfte 2022 erwarten wir zusätzlichen Gegenwind durch wirtschaftliche und politische Spannungen und bestätigen unsere Prognose für das Gesamtjahr.“

Für 2022 erwartet Beiersdorf ein Umsatzwachstum im oberen mittleren einstelligen Bereich und eine operative Konzern-EBIT-Marge auf dem Niveau von 2021.

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